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Spielplatz Treuenbrietzen (Foto: Stadtverwaltung Treuenbrietzen)Treuenbrietzen Stadtansicht mit Wasserturm und Rathaus (Foto: Kerstin Sprengel)Luftaufnahme Treuenbrietzen (Foto: Stadtverwaltung Treuenbrietzen)
 
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Stadtgeschichte

Zeittafel

Chronik der Stadt Treuenbrietzen

Datum

Ereignis

1208

Burchardis de Briecene unterzeichnet eine Urkunde. Treuenbrietzen wurde als "brezena" (abgeleitet vom slawischen breza = die Birke) in einer Kaiserurkunde Ottos IV. erwähnt.

1217

Brietzen ist Mittelpunkt eines Kirchensprengels.

1220

Baubeginn der St. Marienkirche

1240

Baubeginn der St. Nikolaikirche

1290

Brietzen ist Civitas (Stadt).

1296 - 1306

Bau der Stadtmauer.

1301

Das Dorf Sernow wird erworben.

1303

Bau der Steinmühle und der Neuen Mühle.

1311

Darbrietzen und Klausdorf wurden erworben.

1346

Der falsche Waldemar wird abgewiesen mit Hilfe des Kriegvolks von Ludwig dem Bayer, den rechtmäßigen Landesherren. Die Stadt erhielt für Ihre Treue besondere Privilegien wie die Zollfreiheit.

1347

Bau der stadteigenen Zindelmühle.

1360

Die Heilig-Geist-Kapelle wird erwähnt.

1421

Erstmalige Bezeichnung der Stadt mit dem Namen Treuenbrietzen. "Haec urbs promeruit, quae Britzia fida fuit. Pricipibus belli tempore fida fuit." - Dies ist die Stadt, die verdient, dass sie Treuenbrietzen genannt wird, denn in den Zeiten des Krieges blieb sie den Fürsten getreu.

1424

Gründung der Schützengilde.

1428

Ankauf des Gut Frohnsdorf.

1482

Treuenbrietzen kauft das Dorf Brachwitz.

1522

Der Reformator Martin Chemnitz in Treuenbrietzen geboren.

1537

Erster evangelischer Pfarrer Johann Böhme in Treuenbrietzen.

1565

Treuenbrietzen wird Immediat-Stadt.

1618 - 1648

Der dreißigjährige Krieg und ein Großbrand um 1716 vernichten einen großen Teil der mittelalterlichen Bausubstanz, auf deren Grundriss der Wiederaufbau überwiegend in Fachwerkbauweise geschieht.

1636

Die Stadt wehrt die angreifenden Schweden ab. Die Leiche des Schwedenkönigs Gustav Adolf wird durch die Stadt gefahren.

1641

Die Schweden plündern die Stadt und erschlagen den Bürgermeister Rivend.

1648

Nach Krieg und Pest leben nur noch rund 50 Personen in der Stadt.

1712

Zar Peter I. von Rußland weilt in Treuenbrietzen.

1716

Der dreißigjährige Krieg und ein Großbrand um 1716 vernichten einen großen Teil der mittelalterlichen Bausubstanz, auf deren Grundriss der Wiederaufbau überwiegend in Fachwerkbauweise geschieht. Der das Ortsbild prägende Gebäudetyp ist der des Dielenhauses, der aus der Ansiedlung flämischer Weber- und Tuchmacherfamilien resultiert.

1717

Der Komponist Christoph Nichelmann in Treuenbrietzen geboren.

1742

Treuenbrietzen wird Garnisonsstadt.

1749

Der Dichter Johann Friedrich Seidel in Treuenbrietzen geboren.

1765

Friedrich Heinrich Himmel, Komponist und Hofkapellmeister geboren. Friedrich Ludwig Seidel, Musiker und Hofkapellmeister geboren.

1773

Der Bäcker und Orgelbauer Tobias Turley in Treuenbrietzen geboren.

1800

Torflager entdeckt und mit Tortstich begonnen.

1803 - 1805

Bau der heutigen Geschwister-Scholl-Schule.

1805

Müllermeister Seebald baut eine Papierfabrik.

1806

Napoleon zieht durch Treuenbrietzen. Es wird geplündert.

1809

Begräbnisse innerhalb der Stadt nicht mehr erlaubt.

1813

Nach der Schlacht bei Dennewitz werden 6000 Verwundete versorgt.

1816

Bau der B 2 von Potsdam nach Wittenberg.

1821

Zeughaus Marienkirchstraße 3 erbaut.

1828

Bau des Schützenhauses.

1840

Landschaftsmaler Hermann Schnee geboren.

 

Als mit zunehmender Industrialisierung in Deutschland die Volksgartenbewegung aufkommt, werden in Treuenbrietzen die bis heute erhaltenen Parkanlagen mit ihrem Baumbestand sowie die Stadtbepflanzung auf Initiative des Ratsherren und Apothekers C. A.Pauckert angelegt. War der wesentliche Wirtschaftssektor bis dahin die Landwirtschaft und der Weinbau gewesen, entwickelt sich im Zuge der Industrialisierung die Tuchfabrikation zum bestimmenden Gewerbe der Stadt.

1851

Errichtung der Stadtsparkasse Treuenbrietzen.

1861

Gründung des Männerturnvereins.

1862

Säulenhalle am Rathaus als Hauptwache gebaut.

1864

Bau des Militärkrankenhauses (heute Gymnasium).

1876

Gründung der freiwilligen Feuerwehr.

1877

Garnison wird nach Wittenberg verlegt.

1879 - 1952

Amtsgericht Treuenbrietzen.

1894

Eröffnung der Nebenbahn Jüterbog - Treuenbrietzen.

 

Mit der Einweihung der Eisenbahnstrecken Treuenbrietzen - Jüterbog und Treuenbrietzen - Niemegk - Belzig ist die Hoffnung des wirtschaftlichen Aufschwungs verbunden. Da die örtlichen Tuchmanufakturen jedoch nicht gegen die Luckenwalder Textilindustrie konkurrieren können, entwickelt sich die Stadt Treuenbrietzen zur Ackerbürgerstadt mit Verwaltungsfunktionen sowie einer kleineren Holz- und Metallwarenfabrikation zurück.

1897

Bau einer Molkerei.

1904

Eröffnung der Brandenburgischen Städtebahn und Treuenbrietzen - Beelitz.

1906

Das Elektrizitätswerk wird in Betrieb genommen.

1910

Inbetriebnahme der Wasser- und Abwasserleitung.

1913

Bau eines Arbeiterwanderheimes.

1915

Bau des Krankenhauses.

1925

Einweihung der Kriegergedenkstätte Jüterboger Straße.

1933

Erst 1933 entwickelt sich die Stadt in größerem Umfang mit der Ansiedlung der Munitionsfabriken Sebaldushof und Selterhof. Zur Unterbringung der zahlreichen angesiedelten Arbeitskräfte entstehen die Berliner, Leipziger und Kameruner Siedlung. Nachdem die beiden Werke nach dem zweiten Weltkrieg aufgegeben wurden, entwickelte sich die Metallwaren-, Meßgerätebau- und Spezialanhängerbauindustrie zum wichtigsten Arbeitgeber.

1936

Ausbau des Rathauses und des Heimatmuseums. Bau der Stadtrandsiedlungen und der Badeanstalt.

1945

Treuenbrietzener Bürger wurden als Repressalie erschossen.

06.05.1946

Die Brandenburgische Städtebahn wird durch die Landesverwaltung beschlagnahmt.

22.05.- 12.06.1946

Das Gesetz zur Demokratisierung der deutschen Schule wird von den Präsidenten des Landes und Provinzialverwaltungen angenommen. 40.000 Neulehrer nehmen von 1945 - 1947 ihre Arbeit auf.

17.04.1948

Mit Befehl Nr. 64 der SMAD wird die Enteignung des Werkes von Dr. Kroeber & Sohn GmbH bekräftigt und der Betrieb in Volkseigentum überführt und wird VEB Meßgerätewerk.

 

HO - Hauptgeschäft für den Kreis Zauch-Belzig in Treuenbrietzen eröffnet ( heute Sparkasse)

 

Die Wagner-Orgel der St. Marienkirche wird durch die Firma Schuke in Potsdam akustisch vermessen. Die Messung bildet nun die Grundlage für dieRestaurierung der Wagner-Orgel.

1952

Verwaltungsreform führt zum Kreiswechsel.

 

Amtsgericht wird geschlossen und ins Kreisgericht Jüterbog verlagert.

 

Im Haus II in der ehemaligen Mittelschule wird ein Gymnasium eingerichtet, das die Schüler bis zum Abitur führt. Diese gymnasiale Oberstufe wird 1957 wieder geschlossen.

 

In Leipzig wird Rüdiger Lehmann zweifacher Turnfestsieger der DDR.

01.03.1956

Die Stadtverordneten beschließen als Straßennamen "Pawlowstraße". Dieser Beschluss wird am 05. April wieder aufgehoben, da inzwischen die Zustimmung des Prof. Dr. Albert Schweitzer aus Lambarene vorliegt, der Straße seinen Namen zu geben. So wird am 15. 04. 56 die feierliche Einweihung der "Albert Schweitzer-Straße" vorgenommen.

 

März: Bürgermeister Herbert Münnich veröffentlicht ein Aktionsprogramm zur weiteren Entwicklung der Stadt Treuenbrietzen bis 1960.

01.07.1958

Der VEB Meßgerätewerk Treuenbrietzen wird Fertigungsbereich des VEB Geräte- und Reglerwerk Teltow.

01.07.1958

Ein Kälberkombinat wird am Sebaldushof ausgebaut, in dem schon bis Jahresende 300 Kälber aufgezogen werden.

25.07.1958

Das Pietsch'sche Armenhaus wird abgerissen. An seine Stelle wird das Lehrlingswohnheim der LPG "Frohe Zukunft" gebaut.

August 1958

Es beginnt eine umfassende Restaurierung der St. Marienkirche. Die um 1740 eingebauten Emporen werden entfernt und der ursprüngliche Raumeindruck wieder hergestellt und die Bemalung der Gewölberippen freigelegt. Es wurde eine Fußbodenheizung eingebaut. Die Arbeiten gingen bis in das Jahr 1965.

01.01.1960

Die bisher selbständigen Molkereien werden zu Produktionsbereichen zusammengefasst. Der Produktionsbereich II umfasst Treuenbrietzen/Marzahna.

15.03.1961

Die Baracke in der Lindenallee wird als Veteranenklub der Volkssolidarität eingerichtet. Jeweils 20 Rentner werden eine Mahlzeit zum Preis von 30 Pfennigen erhalten. Ein Fernsehapparat, eine Musiktruhe und Spiele sollen zum geselligen Beisammensein genutzt werden.

10.- 14.06.1961

Zum 100-jährigen Turnjubiläum sind über 500 Gäste in der Stadt. Die Bezirksmeisterschaften der Turner und Spielleute finden statt.

1962

Personenverkehr auf der Brandenburgischen Städtebahn eingestellt.

1963

Landwirtschaft wird kollektiviert.

04.04.1964

Erster Spatenstich für den Erweiterungsbau am Feuerwehrgerätehaus in der Breiten Straße. Der Wehrleiter Herbert Haase koordiniert die NAW-Arbeiten der Feuerwehrmänner. Ein Ausbau am Feuerwehrgebäude in der breiten Straße ist notwendig. Die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr wollen dazu Arbeiten im Wert von 24.000 Mark in Eigenleistung durchführen.

 

Vom GRW wurde eine zentrale Lehrwerkstatt für 150 Lehrlinge und Schüler eingerichtet.

05.12.1968

Krankenhaus wird Kreiskrankenhaus.

12.01.1977

Heimatmuseum wird wegen Baumängel geschlossen und die Bestände ins Kreisheimatmuseum verlagert. Verluste.

01.01.1983

Eine neue Stadtordnung für Treuenbrietzen tritt in Kraft.

1989

Stadtforum gegründet.

02.11.1989

Kundgebung in der Aula. Eine von den Freidenkern einberufene Versammlung wird zur Demonstration. Hunderte von Bürgern machen ihrer Verärgerung über die Verhältnisse in der DDR Luft. Der herbeigeeilte stellvertretende Vorsitzende des Rates des Kreises verspricht Prüfung und Antwort.

23.06.1990

Beim 28. Turn- und Sportfest in Dortmund und Bochum erreicht der MTV 1861 Treuenbrietzen den 8. Platz.

24.06.1990

Auf dem Marktplatz findet ein Platzkonzert der Spielmannszüge Nienhagen und Treuenbrietzen statt, bei dem auch wieder die "Märkische Heide" erklingt.

12.07.1990

Der Treuenbrietzener Sportverein (TSV) wird gegründet.

20.11.1990

Ein festliches Konzert zur Erwähnung Brietzens als Stadt vor 700 Jahren und zum 225. Geburtstag Friedrich Heinrich Himmels findet in der Marienkirche statt.

1992

Erdgasleitung erreicht Treuenbrietzen, Grundsteinlegung für Klärwerk.

1993

Telekom legt Telefonanschlüsse, Grundsteinlegung Seniorenwohnpark, Uponor nimmt Produktion auf.

 

Das Rathausdach wird eingedeckt, die Umwälzanlage und die Schallschutzmauer am Kindergarten "Spielkiste" gebaut. Aus dem Bundeshaushalt erhält Treuenbrietzen Fördermittel für verschiedene Projekte in Höhe von 585.000,- DM.

1994

Treuenbrietzen wechselt durch die Kreisgebietsreform zum Landkreis Potsdam-Mittelmark.

 

Grundlegende Rekonstruktion des Heimatmuseums. Einbau einer Gasheizung, sanitärer Anlagen, Einbau von Doppelfenstern, Fußbodenbelag, Wärmedämmung, Beleuchtung, Innenausstattung, Sicherheit.

 

Nach 11 Monaten Bauzeit wird der Anbau an das Gymnasium Treuenbrietzen fertiggestellt. Am 27. Mai ist die feierliche Übergabe des Hauses, dessen Bau und Einrichtung 3,3 Millionen Mark gekostet hat.

01.05.1994

Zwei Windräder werden auf dem Krähenberg aufgestellt.

 

Mehrzweckhalle in Treuenbrietzen

05.06.1998

Übergabe der Mehrzweckhalle (Stadthalle)

02.10.1998

Einweihung der neuen Lungenheilstätte im Johanniter-Krankenhaus in Anwesenheit des Herrenmeisters des Johanniter-Ordens Wilhelm Karl Prinz von Preußen, Generaloberin Gräfin Dönhoff, dem Kuratoriumsvorsitzenden Christian von Oppen, Sozialministerin Regine Hildebrandt.

13.10.1998

Die Landesregierung tagt in Belzig. Im Anschluss besucht der Verkehrs- und Bauminister Hartmut Meyer Treuenbrietzen und überzeugt sich von der Verwendung der zugewiesenen Mittel.

21.04.1999

Die Postfiliale in Treuenbrietzen wird entgültig geschlossen. Dienstleistungen der Deutschen Post übernimmt das Schreibwarengeschäft Mrochen.

25.04.1999

An der Kiesgrube in Nichel wird ein Gedenkstein der Italienischen Botschaft für die dort am 23.04.1945 erschossenen italienischen Kriegsgefangenen eingeweiht.

07.09.2000

100. Geburtstag des in Treuenbrietzen geborenen Dichters und Schriftstellers Arthur Jaenicke.

23.09.2000

In der Treuenbrietzener Stadthalle feiert der Spielmannszug sein 80 jähriges Bestehen.

15.01.2001

Insolvenz der "Trebsba Metallbau GmbH" am Heideweg 5.

01.06.2001

Das Treuenbrietzener Stadtfernsehen "Sabinchen-TV" geht auf Sendung. Es kann von allen Haushalten im Kabelanschluß empfangen werden.

14.07.2001

Bürgermeister Karsten Cornelius kandidiert nicht wieder für den Posten des Bürgermeisters.

10.10.2001

Abriß des Schützenhauses

01.11.2001

Im Landgericht Potsdam beginnt der Prozeß gegen den zeitweiligen Besitzer des Treuenbrietzener Fahrzeugwerkes Kurt Horz.

03.12.2001

Klarer Sieger bei den Bürgermeisterwahlen in Treuenbrietzen wird Michael Knape. Auf Ihn entfielen 58,8 %, und auf seinen Gegenkandidaten Christoph Höhne 41,2 %der Stimmen. Die Wahlbeteiligung lag mit 59% über dem Landesdurchschnitt.

01.01.2002

Michael Knape beginnt seine Arbeit als neuer Bürgermeister im Rathaus von Treuenbrietzen.

17.02.2002

Die Gemeinden Bardenitz, Dietersdorf, Feldheim, Niebel und Rietz sprechen sich in einem Bürgerbescheid für die Stadt Treuenbrietzen aus, Lobbese und Marzahna dagegen.

04.04.2002

Abriß des sowjetischen Obelisken im Heldenhain.

01.06.2002

Brachwitz wird Ortsteil der Stadt Treuenbrietzen

28.06.2002

Eröffnung der Tagesklinik für Psychiatrie am Johanniter-Krankenhaus im Fläming.

06.09.2002

Einweihung des Johanniter-Gesundheitszentrum für 32 chronisch psychisch Kranke auf der einstigen Hühnerfarm in der Neuen-Hufenstraße.

05.11.2002

Die neu gebaute Karl-Liebknecht-Straße in Frohnsdorf wird eingeweiht.

25.02.2003

Der Kinoförderverein, der die seit 1991 ungenutzten "Kammerspiele" wieder beleben will, erhält seine ordentliche Registrierung beim Amtsgericht.

08.04.2003

Nachdem die Zufahrtsstraße hergerichtet ist, wird mit der vollständigen Räumung der Mülldeponie am Krähenberg begonnen.

30.04.2003

Am Schwanenteich vollzieht Bürgermeister Michael Knape den symbolischen ersten Spatenstich für den neuen Spielpark.

10.06.2003

Die Rheumatologische Tagesklinik auf dem Gutshofgelände geht in Betrieb. Sie ist eines von zwei rheumatologischen Zentren des Landes Brandenburg.

14.07.2003

Die Post hat ihre einzige Filiale im Schreibwarengeschäft von Herrn Mrochen gekündigt.

20.08.2003

Die Deutsche Bahn AG hat für den Bahnhof Treuenbrietzen einen Käufer gefunden.

29.09.2003

An der Brücke gegenüber dem Freibad, am ursprünglichen Eingang des jüdischen Friedhofs in Treuenbrietzen, wird ein 50 cm hoher Gedenkstein aufgestellt.

29.09.2003

Der von den Johannitern nach historischen Vorlagen gründlich restaurierte "Gutshof" in der Treuenbrietzener Südstadt wird der Öffentlichkeit vorgestellt. 3,5 Millionen EURO hat der Johanniter- Orden in das Projekt investiert.

13.11.2003

Rund 7 Millionen EURO investiert die Kohl Gruppe AG in diesem Jahr am Standtort Treuenbrietzen in den Ausbau des Gerätewerkes. Gegenwärtig werden im Werk 315 Arbeitskräfte beschäftigt.

14.11.2003

Das "Gildenhaus" in der Großstraße 112 wird Brandenburgisches "Denkmal des Monats".

26.11.2003

Die neue Stadtverordnetenversammlung von Treuenbrietzen besteht wieder aus 18 Vertretern, die sich wie folgt auf die einzelnen Parteien aufteilen. FDP 5 Sitze, CDU 4 Sitze, BIV 3 Sitze, PDS 2 Sitze, SPD 2 Sitze, Stadtforum 2 Sitze.

05.04.2004

An der Bahnstrecke zwischen Treuenbrietzen und Tiefenbrunnen wird auf 7,3 km das Gleisbett erneuert. Der Bahnverkehr ist zeitweilig eingestellt.

11.05.2004

Die Vertriebsgesellschaft für Agrartechnik zieht auf das Gelände des einstigen UPONOR- Werkes in der Leipziger Straße. Die Firma "New Tech Ost" ist eine hundertprozentige Tochter der RAIFFEISEN- Hauptgenossenschaft Hannover und zuständig für den Vertrieb von Landmaschinen in Brandenburg.

19.06.2004

Mit der Unterzeichnung der Partnerschaftsurkunde durch die beiden Bürgermeister Michael Knape und Dietmar Brockmeyer im Festsaal des Johanniter- Krankenhauses wird die Städtepartnerschaft zwischen Treuenbrietzen und Nordwalde offiziell besiegelt.

02.08.2004

Die Domizil "Leuchtturm" GmbH hat das Kinderheim in Treuenbrietzen übernommen. Es stehen 20 Plätze zur Verfügung.

09.08.2004

Im Bauausschuß werden Pläne zum Ausbau der Johanniterstraße vorgestellt. Die Kosten für den Straßenbau werden vollständig vom Johanniterorden als Hauptanlieger übernommen.

04.09.2004

Mit einem Tag der offenen Tür wird das rekonstruierte Wasserwerk an der Leipziger Straße seiner Bestimmung übergeben. Erneuert wurden die drei Brunnen und die Filtersysteme.

01.12.2004

Eingeschwebt in den Ehrenhain sind zwei jeweils 10 t schwere Granitblöcke. Sie treten an die Stelle des abgerissenen sowjetischen Obelisken. Vor dem Gedenkstein werden noch Stehlen errichtet, die die Namen der sowjetischen Gefallenen aus der Zeit des Zweiten Weltkrieges tragen werden.

31.01.2005

In Treuenbrietzen soll ein gemeinsamer Grundschulstandort an der Albert-Schweitzer-Schule eingerichtet werden. Das wird von der Stadtverordnetenversammlung einstimmig beschlossen. Gleichzeitig soll die Kleine Grundschule Marzahna zum 31. Juli 2005 schließen und deren Schüler in den Klassenverband der Schweitzer-Schule integriert werden. Für die Albert-Schweitzer-Gesamtschule wird eine Kooperation mit der Gesamtschule in Brück beschlossen.

21.02.2005

Die Firma Energiequelle GmbH will auf dem ehemaligen Militärareal "Selterhof" eine Photovoltaik-Anlage errichten, um aus Sonnenenergie Strom zu erzeugen. Mit dem Bau kann im Sommer 2006 begonnen werden. 25 Mio. EURO will man dort auf einer Fläche von 44 ha investieren. Sechs Arbeitskräfte sollen dort einmal eine Beschäftigung finden.

24.04.2005

Im Heldenhain wird der neu gestaltete erste Teil, die sowjetische Kriegsgräberstätte eingeweiht. An der Zeremonie nehmen der italienische Botschafter, der russische Botschaftsrat und der brandenburgische Innenminister Schönbohm teil. Zuvor hatten die Teilnehmer der Veranstaltung den Gedenkstein für die erschossenen Italiener in Nichel und die Gedenkstätte für die Toten deutschen Zivilisten auf dem Triftfriedhof besucht.

27.04.2005

Treuenbrietzen will seinen mehr als 2.000 ha großen Waldbesitz verkaufen. Gegenwärtig wird das Naturschutzgebiet Zarth mit einer Fläche von 254 ha zum Verkauf angeboten. Es soll mindestens 600.000 EURO in die Stadtkasse bringen.

16.06.2005

Nach weniger als zwei Monaten Bauzeit wird die komplett sanierte Schillerstraße offiziell übergeben. Die Bewohner der Schillerstraße in der Berliner Siedlung haben damit den Nachweis erbracht, dass man ohne Eigenanteil der Stadt in Eigenregie der Bürger eine Anliegerstraße vernünftig herrichten kann.

29.06.2005

Die "Kleine Grundschule Marzahna" wird es nach den Sommerferien nicht mehr geben. Zuletzt wurden dort noch 32 Kinder unterrichtet.

28.07.2005

Dem Erdboden gleich gemacht wurden in den letzten Wochen die einstigen Gebäude am Selterhof in Treuenbrietzen. Dort soll eine moderne Photovoltaik Anlage zur Energiegewinnung errichtet werden.

27.08.2005

In Marzahna wird das neue Gerätehaus der Feuerwehr eingeweiht. Die 30 Kameraden der seit 1920 bestehenden Freiwilligen Feuerwehr Marzahna haben jetzt ein neues Domizil.

16.09.2005

Nach Abschluß der Teilsanierung ist die Turnhalle an der Lindenallee wieder geöffnet.

30.09.2005

Am 30. Sept. wird die neue Kegelbahn mit vier Bahnen am Parkstadion eröffnet. Ein Spendenscheck der Mittelbrandenburgischen Sparkasse ermöglichte die Abschlußarbeiten beim Innenausbau. Die drei Manschaften des Vereins können jetzt den organisierten Trainings- und Wettkampfbetrieb wieder aufnehmen.

31.10.2005

Auf dem Gelände des Gutshofes wird die neu erbaute Kapelle des Johanniter- Krankenhauses geweiht. Krankenhaus- Seelsorgerin Eva Marie Wunderlich zelebriert den feierlichen Gottesdienst. Der sanierte Altbau (ehemaliges Waschhaus) wurde mit einem moderne Anbau ergänzt.

13.11.2005

Anläßlich des Volkstrauertages wird die neue Gedenkstätte für die im zweiten Weltkrieg gefallenen Söhne der Stadt Treuenbrietzen mit einer Kranzniederlegung feierlich eingeweiht. Zwei 1,70 Meter hohe Sandsteinblöcke im Mittelteil der Anlage erinnern an die Opfer der Kriegsjahre 1939 bis 1945.

23.01.2006

Die Bahn will die Bahnsteige neu gestalten. Es sollen zwei neue, hintereinander liegende Bahnsteige entstehen. Die Stadt möchte das Bahnhofsumfeld völlig neu gestalten. Für die geplanten 40 Autostellplätze und die 20 Fahrradständer käme der Platz an den neuen Bahnsteigen in Betracht.

17.03.2006

In der Marienkirchstraße beginnt die Sanierung der Straße. Das erhaltenswerte alte Pflastermaterial soll wieder verlegt werden. Neu angelgt wird die Insel an der Ausweitung beim Abzweig zur Grünstraße. Neu gestaltet werden sollen der Vorplatz des Schulgebäudes und in Abstimmung mit der Kirche das Umfeld des Gotteshauses. Erneuert werden sollen auch der Kanal und die Hausanschlüsse für das Abwasser.

29.05.2006

Auf dem einstigen Gelände des Baubetriebes ZBO an der Berliner Chaussee haben die Abrißarbeiten begonnen. Die Handelskette "Plus" will dort eine neue Einkaufshalle von 700 qm und ca. 87 Pakplätzen errichten lassen. Gleichzeitig soll die seit 1993 genutzte 500 qm große Halle an der Sernowstraße aufgegeben werden.

16.08.2006

Zwischen Marzahna und Dietersdorf haben die Arbeiten zum Bau eines Radweges entlang der B 2 begonnen. Der Radweg verläuft von Dietersdorf kommend auf der linken Seite der Chaussee und ist für den Radverkehr in beide Richtungen vorgesehen. 2007 soll der verbleibene Abschnitt des von Potsdam kommenden Radweges zwischen Treuenbrietzen und Dietersdorf gebaut werden.

21.08.2006

Mit dem neuen Schuljahr beginnt auch ein neues Kapitel in der Treuenbrietzener Schulgeschichte. Erstmals seit Jahrzehnten werden alle 65 Erstklässler in der Albert- Schweitzer- Schule eingeschult. Sie wird nach dem Auslaufen der Oberschule künftig nur noch als Grundschule geführt. Der Hort verteilt sich künftig auf drei Standorte: den Hort "Bummi", den Hort "Regenbogen" und den Hort "Villa Sonnenschein". Langfristig sollen Hort und Schule im Rahmen der sogenannten Ganztagsschule enger miteinander verbunden werden.

25.08.2006

Der neu gebaute Kreisverkehr an der Kreuzung von B 2 und B 102 wird für den Fahrzeugverkehr freigegeben.

01.09.2006

Das Asylbewerberheim der Stadt Treuenbrietzen ist seit dem 01. September Geschichte. Die dort zuletzt gemeldeten 87 Personen wurden dem Übergangsheim in Belzig zugeordnet und sind bereits dorthin umgezogen.

02.09.2006

Mit Kaffee und Kuchen feiert die Firma Energiequelle GmbH die symbolische Inbetriebnahme ihres neuen Windparks in Feldheim. Gemeinsam mit den 17 seit 1995 bestehenden Anlagen liefern die 26 weiteren Windräder jetzt Strom. Investor Michael Raschemann hat mehrere Mio. EURO investiert.

20.10.2006

Am Dr. Paul- Moeller- Weg beginnt die Deutsche Bahn- AG mit den Bauarbeiten für eine neue Zufahrtsstraße. Nach Fertigstellung des neuen Bahnübergangs sollen die bisherigen Straßenübergänge an der Neuen- Hufenstraße und an der Steinmühlenstraße für den Fahrzeug und Fußgängerverkehr geschlossen werden.

12.12.2006

In Feldheim ist der Bau einer Solarfabrik geplant, durch die 20 bis 30 neue Arbeitsplätze entstehen sollen. Investor ist die Firma Energiequelle aus Kallinchen, die in Feldheim bereits 43 Windkraftanlagen betreibt. In der Anlage sollen spezielle Nachführmodule für Solaranlagen gefertigt werden.

12.12.2006

Vor dem Haus Großstraße 77 werden zwei Stolpersteine eingelassen. Sie sollen an den jüdischen Kaufmann Paul Slotowski und dessen Ehefrau erinnern, die 1941 von den Nazis deportiert und ermordet wurden.

04.01.2007

Sieglinde und Ernst Greisiger nehmen nach 16 Jahren Abschied von der Gaststätte "Flämingbad". Ein neuer Pächter wird nach einer Übergangszeit von ein bis zwei Monaten die Gaststätte weiterführen.

06.01.2007

Der bisher zur Handelskette EDKA gehörende Kondi- Markt in der Leipziger Straße wird ab sofort von der Discountkette "Netto" betrieben. Sie hatte kürzlich Teile der Kondi- Gruppe mit allen Mitarbeitern übernommen.

22.01.2007

Die Stadtverordnetenversammlung beschließt die Auflösung der Grundschule "Geschwister Scholl" zum 31.07.2007. Der Beschluß wird mit 11 Ja- Stimmen, 4 Nein- Stimmen und 2 Enthaltungen gefaßt.

08.03.2007

Mit viel Eigeninitiative gestalten die Jugendlichen ihren neuen Jugendklub im ehemaligen Asylbewerberheim an der Berliner Straße um. Auch die Jugendlichen der zu Treuenbrietzen gehörenden Dörfer sollen dort stärker in die Klubarbeit einbezogen werden. Erhalten bleiben sollen aber die Jugendklubs in Bardenitz, Frohnsdorf und Marzahna. Nach dem Umzug soll das bisherige Klubgebäude in der Lindenallee von der Kommune nicht mehr bewirtschaftet werden.

24.03.2007

Am Bardenitzer Weg ist eine Druckerhöhungsstation installiert worden. Sie soll künftig das vom Wasserwerk an der Leipziger Straße in Treuenbrietzen kommende Trinkwasser in Richtung Klausdorf pumpen. Entlang eines Waldweges ist bereits eine 5,5 km lange Leitung eingepflügt worden, die auch die Ortsteile Bardenitz und Pechüle versorgen soll. In einem zweiten Bauabschnitt wird die Lieferung des Trinkwassers nach Fronhnsdorf und Tiefenbrunnen vorbereitet.

29.05.2007

Nachdem die Baugenehmigung für die Errichtung eines Supermarktes der Kette "ALDI" zwischen Großstraße und Grünstraße vorliegt, beginnen die Abrißarbeiten. Für den Einkaufsmarkt und die Parkplätze müssen marode Nebengebäude weichen. Der Neubau soll dann hinter zwei an der Großstraße gelegenen Gebäude entstehen, die ALDI sanieren läßt.

06.07.2007

Im Hort "Villa Sonnenschein" kommen Eltern, Kinder und Erzieher letztmalig zu einem Hortfest zusammen. Mit der Fusion der Grundschulen wird die Einrichtung in die Albert- Schweitzer- Schule umziehen.

09.07.2007

Mit der Zeugnisübergabe für das Schuljahr 2006/07 wird die Geschwister - Scholl- Grundschule in Treuenbrietzen für immer geschlossen. Die noch verbliebenen Grundschüler werden komplett von der Albert- Schweitzer- Grundschule übernommen. Dort werden auch die Kinder des Hortes "Villa Sonnenschein" Räumlichkeiten erhalten. Gleichzeitig wird die Albert- Schweitzer- Grundschule zum 31. Juli 2007 aufgelöst.

28.08.2007

An der B 2 wird mit dem Bau eines Radweges zwischen Dietersdorf und Treuenbrietzen begonnen. In diesem Zusammenhang ensteht in Dietersdorf auch eine Verkehrsinsel

07.09.2007

Erstmalig laden die Treuenbrietzener Geschäftsleute zu einer Einkaufsnacht ein. Sie steht unter dem Motto: "Schlaf nicht, wenn es dunkel wird". Die Idee wurde in der Arbeitsgruppe Handel des Vereins "Aktiv für Treuenbrietzen" geboren. Daran beteiligten sich mehr als 40 der insgesamt etwa 150 Geschäfte und Dienstleister der Stadt Treuenbrietzen.

22.09.2007

Auf dem ungenutzten Boden des Gemeinschaftshauses in Bardenitz wird eine Heimatstube eingeweiht.

24.09.2007

Das im Juli verkaufte Naturschutzgebiet Zarth wird offiziell dem neuen Besitzer, dem Vogelschutz- Komiteè mit Sitz in Hamburg, übergeben.

03.12.2007

Im Zusammenhang mit der Schließung der Bahnübergänge Steinmühlenstraße und Neue Hufen- Straße und der Fertigstellung eines neuen Bahnübergangs zwischen beiden Straßen erhält die neue Straße in Richtung Steinmühlenstraße den Namen"Steinmühlenstraße" und die neu angelegte Weiterführung der Straße in Richtung Krankenhaus den Namen "Johanniterstraße".

09.12.2007

Unter dem Namen "Märkische Regiobahn" verkehrt jetzt ein blau- gelber Zug der Veolia Verkehr GmbH auf der privatisierten Strecke des RB 33 der Deutschen Bahn zwischen Jüterbog und Wannsee. Die Linie nennt sich MR 33.

02.01.2008

Die Stadtbibliothek zieht in die neuen Räume auf dem Hof der Großstraße 1. Hier verfügt die Bibliothek üner eine Fläche von 120 qm. Zur Ausleihe stehen 11.000 sog. Medieneinheiten. Im Dachgeschoß befinden sich zwei Computer- Arbeitsplätze. Ein Lesecafè soll noch eingerichtet werden. Das Gebäude in der Jahnstraße wurde im Zuge der Haushaltssanierung verkauft.

06.02.2008

Auf 750 qm eröffnet der ALDI- Markt eine neue Filiale in der Treuenbrietzener Großstraße 61-63. Der Bürgermeister Michael Knape dankt dem Supermarkt dafür, dass er zugleich mit dem Bau der Kaufhalle zwei Vorderhäuser in der Großstraße denkmalgerecht saniert hat.

16.04.2008

In der südlichen Altstadt beginnen die Bauarbeiten zur Sanierung der Grünstraße, der Töpferstraße und der Nagelgasse. Insgesamt kommt dort, wo es möglich ist, gebrauchtes Pflastermaterial zum Einsatz.

14.06.2008

Die nördliche Steinmühlenstraße wird offiziell in "Nordwalder Ring" umbenannt. Bei der Umbenennung ist auch der Bürgermeister der Partnergemeinde Nordwalde anwesend.

15.06.2008

Höhepunkt der diesjährigen Sabinchen- Festspiele ist ein historischer Festumzug anlässlich des 800. Jahrestages der Ersterwähnung des Ortes Brietzen (Treuenbrietzen).

18.06.2008

Bildungsminister Rupprecht erteilt dem Gymnasium "Am Burgwall" in Treuenbrietzen eine Sondergenehmigung zur Einrichtung der 7. Klasse für das nächste Schuljahr.

11.07.2008

Bauarbeiter haben damit begonnen, den Heckenweg zwischen Großstraße 1 und Bismarkstraße neu anzulegen. Dort enstehen sechs neue Parkplätze. Auch die Durchlässe für den parallel verlaufenden Graben und die Zufahrt zur Bibliothek und zu den privaten Grundstücken werden neu gepflastert.

26.08.2008

Auf dem einstigen Selterhof beginnt die Installation von Solaranlagen. 40 Stellfüße für die Module sind bereits montiert. Die Kabel sind in die Erde verlegt und die Schaltstation zur Einbindung in das firmeneigene Stromnetz an der Lüdendorfer Straße ist fertig gestellt.

05.09.2008

Auf den Böllrichwiesen bei Treuenbrietzen werden Staue eingebaut und Sohlgleiten instaliert. Dadurch soll der Wasserhaushalt stabilisiert werden.

21.09.2008

Der Treuenbrietzener Pfarrer Wolfgang Zimmermann wird mit einem Festgottesdienst und einer anschließenden Kaffeetafel in den Ruhestand verabschiedet. Der 65- Jährige gebürtige Potsdamer war fast 39 Jahre als Pfarrer in Treuenbrietzen tätig.

28.09.2008

Bei den Kommunalwahlen zur Stadtverordnetenversammlung in Treuenbrietzen wird die FDP stärkste politische Kraft. Sie erringt 34,4% der Stimmen und damit 6 Sitze im Stadtparlament.

26.10.2008

In der Kirche zu Niebel wird die sanierte Orgel mit einem Gottesdienst eingeweiht. Die Orgel war im Jahr 1896 von Orgelbauer Friedrich Wilhelm Lobbes aus Niemegk in der Kirche installiert worden.

05.11.2008

Der Bürgermeister von Treuenbrietzen, Michael Knape, wird in Luckau zum neuen Vorsitzenden der brandenburgischen Arbeitsgemeinschaft "Städte mit historischem Stadtkern" gewählt.

09.12.2008

In Rietz wird damit begonnen, den Ort an das zentrale Wasser- und Abwassernetz anzuschließen. Von Rietz bis Rietz- Bucht erfolgt die Verlegung mit Bohrtechnik unterirdisch, innerhalb des Ortes in Gräben.

22.12.2008

Feldheim macht einen weiteren Schritt zur autarken Versorgung mit Energie. Die Agrargenossenchaft hat eine Biogasanlage in Betrieb genommen. Sie liefert 4,3 Mio. Kilowattstunden Wärmeenergie sowie die gleiche Menge Strom im Jahr. Betrieben wird die Anlage ausschließlich mit Rohstoffen, die die Agrargenossenschaft selbst produziert.

06.01.2009

Für die ehemalige Rinderzuchtanlage in Niebel gibt es keinen Bstandsschutz. Das geht aus einem Bescheid des Ladesumweltamtes hervor. Damit ist das Projekt einer dort geplanten Schweinemastanlage mit 8.500 Plätzen vom Tisch. Sie müsste jetzt völlig neu beantragt werden.

19.01.2009

In Meißen verstirbt der in Treuenbrietzen aufgewachsene Grapfiker, Illustrator und Keramiker Lohar Sell im Alter von 69 Jahren.

28.01.2009

Der seit September 2008 nicht mehr belegte Kindergarten "Sabinchen" wird offiziell abgemeldet.

01.02.2009

Die Johanniter eröffnen in Treuenbrietzen ein Medizinisches Versorgungszentrum. Es ist eine fachübergreifende, ärztlich geleitete Einrichtung, in der im Arztregister eingetragene Ärzte als Inhaber oder Angestellte tätig sind. Am MVZ unter dem Dach des Medianzentrums sind in Treuenbrietzen zunächst der Rheumatologe Alexander Scheibert und der Lungenfacharzt Dietmar Herziger tätig.

15.02.2009

Mitarbeiter einer Berliner Entsorgungsfirma beginnen mit der Abfuhr besonders überwachungsbedürftiger Abfälle aus dem ehemaligen Fahrzeugwerk Treuenbrietzen. Von den eingelagerten Stoffen ging bereits eine Gefährdung für die Umwelt aus.

15.04.2009

Der Windpark in Feldheim soll in Richtung Lüdendorf erweitert werden. Aus Sicht der Betreiberfirma "Energiequelle" wäre eine Erweiterung um ca. 15 Windräder modernster Bauart sinnvoll. Bewohner in Lüdendorf befürchten eine Zerstörung der Waldlandschaft und eine Beeinträchtigung ihrer Lebensqualität. Sie planen eine Unterschriftensammlung.

22.04.2009

Für die immer wieder verschobene Gestaltung des Bahnhofvorplatzes und die Sanierung der Bahnhofstraße stellt das Land 360.700 EURO an Fördergeldern zur Verfügung. Am Bahnhof werden Parkplätze und Fahrradständer für Pendler sowie ein Haltepunkt für Linienbusse enstehen. Außerdem wird die Bahnhofstraße samt Regenkanal saniert.

01.05.2009

In der Leipziger Straße wird das Bistro und Eiscafè "Sabinchen" eröffnet. Im Gastraum gibt es 40 Sitzplätze, auf der Sommerterrasse sind es 32.

27.05.2009

Trotz eines Haushaltsdefizits kann Treuenbrietzen die für 2009 geplanten Investionen durchführen. Dazu gehören die Umgestaltung auf dem Hof des Gymnasiums und die Schaffung eines neuen Umfeldes für die Albert- Schweitzer- Schule. Hinzu kommen Mittel für die Sanierung der evangelischen Kita, für die Altstadtsanierung und für den Brandschutz.

11.06.2009

Landschaftsarchitekt Gunnar Lange stellt die Pläne für eine Sanierung des Pauckert- Rings vor. Danach sollen die kleinteiligen Wegebeziehungen neu geordnet und auf Hauptwege konzentriert werden. Auch die Gedenksteine für Pauckert und Himmel sollen neu gestaltet werden. Offen ist noch das Schicksal der dort stehenden riesigen Bäume.

06.07.2009

Die Stadtverordnetenversammlung beschließt mit 14 Ja- und 3 Nein- Stimmen die Umsetzung der Sabinchen- Skulptur und die Rückkehr einer Kopie des Kurfürsten Friedrich I. auf den Sockel vor dem Rathaus.

01.08.2009

Die Verwaltungsfachfrau Anke Becker wird offiziell zur Kämmerin berufen.

16.09.2009

In Feldheim erfolgt die Grundsteinlegung für ein Heizwerk, in dem Holzhackschnitzel verbrannt werden, sowie für ein Wärmeverteilerzentrum mit Energiespeichern. Hinzu kommt noch ein 2,9 km langes Netz zu den Haushalten und Firmen. Damit kann ab 2010 die autarke Versorgung des Ortes Feldheim mit alternativer Energie gesichert werden.

27.09.2009

Amtsinhaber Michael Knape wird für weitere acht Jahre zum Bürgermeister von Treuenbrietzen gewählt. Er erhält 69,1% der abgegebenen Stimmen. Seine Herausforderin Beate Rahn kommt auf 30,9%.

10.11.2009

Yvonne Wildgrube und Stephan Müller eröffnen in der Leipziger Straße 22 einen Pflegedienst mit dem Schwerpunkt Tagespflege.

16.11.2009

Anlässlich seines 70. Geburtstages wird eine Gedenktafel am Elternhaus des 2009 verstorbenen Grafikers, Malers und Bildhauers Lothar Sell in der Theodor- Fontane- Straße 7 eingeweiht.

11.12.2009

An der Ecke Grünstraße/Töpferstraße ist die Brachfläche einer neuen Nutzung zugeführt worden. Auf dem Eckgrundstück der ehemaligen Gastwirtschaft Marohn entstand ein Platz zum Verweilen. Unter fünf Bäumen laden dort Bänke zu einer Rast beim Altstadtbummel ein.

05.01.2010

Die 35-jährige Diana Woithe eröffnet in der Großstraße 58 ein kleines Lebensmittelgeschäft. Die Einzelhandelskauffrau übernahm den Laden von Fred Zauber.

28.01.2010

Pfarrerin Eva- Maria Kurths- Wunderlich geht mit 63 Jahren in den Ruhestand. Sie wirkte zuletzt neun Jahre als Seelsorgerin im Treuenbrietzener Krankenhaus.

20.03.2010

Die Stadtverordnetenversammlung beschließt die Installierung eines Informations- und Wegeleitsystems mit Blauen und grünen Schildern in der Innenstadt von Treuenbrietzen. Ziel des Projektes ist es, Sehenswürdigkeiten, historische Stätten sowie touristische Einrichtungen mit Schildern zu kennzeichnen.

27.03.2010

Die Kirche in Klausdorf wird in ein gemeinsames Zentrum für die Dorfgemeinde und die Kirchengemeinde umgewandelt.

29.04.2010

Frank Schulze wird neuer Leiter für die fünf Mitarbeiter in der Treuenbrietzener Geschäftsstelle der Mittelbrandenburgischen Sparkase. Der 31-jährige stammt aus Grubo und studierte Betriebswirtschaft an der Ostdeutschen Sparkassenakademie.

19.05.2010

"Wie soll die Stadt Treuenbrietzen im Jahre 2025 aussehen?" Unter diesem Motto lädt der Treuenbrietzener Bürgermeister zu einer Einwohnerversammlung in die Kammerspiele ein. Es ist die Auftaktveranstaltung zu einer Diskussion über ein Leitbild der Stadt Treuenbrietzen.

22.05.2010

Zwischen Marzahna und der Landesgrenze nach Sachsen- Anhalt wird mit dem Bau eines Radweges parallel zur B 2 begonnen.

18.06.2010

Eine dritte Straße in Treuenbrietzen, die ausschließlich von den Anliegern finanziert wurde, ist jetzt fertig gestellt worden. Die 280 Meter lange Sandpiste der Justus- von Liebig- Straße wurde in den letzten Wochen grundhaft erneuert.

28.07.2010

Im Alter von 71 Jahren stirbt in Rietz der Maler und Grafiker Walter Lauche.

10.08.2010

Zu Füßen des Wasserturmes entsteht ein Anlaufpunkt für Fahrradtouristen. Ziel ist es, den Wasserturm als ein Wahrzeichen der historischen Innenstadt stärker zur Geltung zu bringen.

20.09.2010

Die Stadtverordnetenversammlung beschließt die Gründung einer Städtepartnerschaft zwischen der Gemeinde Chiaravalle (Italien) und der Stadt Treuenbrietzen (Deutschland). Die am 26. Juni 2010 unterzeichnete Städtepartnerschaftsurkunde wird von den Stadtverordneten einstimmig bestätigt.

23.09.2010

Im Alter von 97 Jahren stirbt die Medizinalrätin Dr. Ruth Moeller.

25.10.2010

Die Stadtverordneten sprechen sich dafür aus, dass die vier Kindergärten in der Stadt und den Ortsteilen Marzahna und Bardenitz in kommunaler Regie bleiben.

03.11.2010

Am Landgericht Potsdam beginnt der Pozess gegen drei Verantwortliche für die illegale Müllentsorgung im ehemaligen Farzeugwerk. Ihnen wird vorgeworfen, im Jahre 2006 in Treuenbrietzen insgesamt 3.467,4 Tonnen in Ballen gepressten Mülls illigal entsorgt zu haben.

05.12.2010

Bei einer Auktion in Berlin ist das Empfangsgebäude am Bahnhof Treuenbrietzen für 19.500 EURO unter den Hammer gekommen. Der Name des Käufers wurde nicht bekannt gegeben.

21.01.2011

Mit der Auszeichnung als "Denkmal des Monats" wird die außergewöhnliche bau- und sozialgeschichtliche sowie städtebauliche Bedeutung der Treuenbrietzener "Kammerspiele" gewürdigt.

01.04.2011

Am "Postweg" in Alt- Frohnsdorf wird eine neue Brücke über die Nieplitz eingeweiht. Das Bauholz war von der Stadtförsterei zur Verfügung gestellt worden.

15.05.2011

In der ehemaligen Geschwister- Scholl- Schule wird ein Familienzentrum offiziell eröfnet. Träger des Zentrums ist das Diakonische Werk im Landkreis Potsdam- Mittelmark, das bereits für die Schulsozialarbeit an der Grundschule "Albert- Schweitzer verantwortlich zeichnet und dort einen Schulklub betreibt. Im Zentrum werden Eltern und junge Familien vielseitige Angebote unterbreitet. Auch der Jugendklub hat seit Januar 2011 im gleichen Quartier bezogen.

07.06.2011

Am 07. Juni tritt eine Delegation aus der Partnerstadt Chiaravalle die Heimreise an. 52 Erwachsene und Kinder aus Italien weilten eine Woche in Treuenbrietzen, um Stadt und Umgebung kennen zu lernen.

22.07.2011

Mit einer Straßensperrung auf der B 102 zwischen der Kreuzung am Friedhof und dem Hans- Grade- Weg beginnt der Bau eines Radweges zwischen Treuenbrietzen und Haseloff.

29.07.2011

Die 61- jährige Vizebürgermeisterin und Leiterin des Sozial- und Bürgeramtes, Ursula Fischer, wird in den Vorruhestand verabschiedet.

02.09.2011

In der Treuenbrietzener Bäckerstraße 8 öffnet die "Tagespflege Rosendiele" von Doris Träger ihre Pforten. Zwei Pflege- Fachkräfte und zwei Betreuer werden sch hier künftig um das Wohl von bis zu 15 Pflegebedürftigen kümmern.

03.11.2011

In den Treuenbrietzener Kammerspielen stellen Cosima Hankel und ihre Geschwister ein Buch über das Leben ihres Vaters Walter Lauche vor. Es trägt den Titel "Man kann im Leben gar nicht genug verpassen" und zeigt Bilder und Texte des vor kurzem verstorbenen Künstlers aus Neu- Rietz.

11.12.2011

Die Ostdeutsche Eisenbahn GmbH (ODEG) übernimmt den Betrieb der Strecke zwischen Wannsee und Jüterbog. Die Triebwagen werden dann kleiner sein, etwa 20 Plätze weniger. Dafür verkehren die Züge aber im Stundentakt.

01.01.2012

Der Heimatverein ist neuer Betreiber des Heimatmuseums. Ein entsprechender Vertrag mit der Stadt ist zunächst auf ein Jahr befristet. Voraussichtlich ab März soll das Museum regelmäßig öffnen.

06.01.2012

Angesichts anhaltender Querelen in der Bundes- FDP werden die Liberalen aus Treuenbrietzen gemeinsam ihre Parteibücher abgeben. Das verkündete Andreas Gronemeier beim sog. "Kleinen Dreikönigstreffen" im Treuenbrietzener Heimatmuseum. Der Ortsverband soll dann aufgelöst werden.

11.01.2012

Nach 75 Jahren Schwimmbetrieb wird das Freibad im Sommer 2012 erstmals für die Öffentlichkeit geschlossen. Ausgenommen davon sind der Vereinssport sowie die Aktivititäten von Kindergärten und Schulen. Hintergrund ist der marode Zustand der technischen Anlagen und des Badebeckens.

06.04.2012

Aus Altersgründen schließt die Zahnarztpraxis von Dipl.- Med. Iris Wrobel.

16.04.2012

Ute Scheil übernimmt die Leitung des Seniorenwohnparks in Treuenbrietzen. Als Pflegedienstleiterin war die gebürtige Treuenbrietzenerin schon am 08. Juni 1994 dabei, als auf einem Wiesengrundstück abseits der Berliner Chausee der Neubau der Marseille- Klinken AG eröffnet wurde.

01.06.2012

Die Verbindungsstraße vom Abzweig der B 102 am Selterhof nach Lüdendorf ist fertig gestellt. Sie ist 4,5 Meter breit und 3,6 km lang. Es ist eine ansprechende Asphaltpiste durch den Wald entstanden.

13.06.2012

Der Neubau der Steintorbrücke beginnt. Der Übergang über die Nieplitz bleibt bis zur geplanten Beendigung der Arbeiten im August 2013 voll gesperrt.

05.07.2012

Ein Denkmal, das an den Treuenbrietzener Stadtförster Karl Grussdorf erinnert, ist am Herrmann- Löns- Weg in Frohnsdorf eingeweiht worden.

17.08.2012

Der Bebauungsplan zum Aufbau eines Bioenergieparks auf dem Gelände des ehemaligen Fahrzeugwerkes soll im September ausgelegt werden. Die dort als Referenzobjekt geplanten fünf Windräder dürfen jedoch nicht höher als 25 Meter sein, damit sie die Silhouette der Stadt nicht beeinträchtigen.

31.08.2012

In Treuenbrietzen wird in Höhe des heute privat genutzten Bahnhofsgebäudes ein zweiter moderner Bahnsteig errichtet. Er ist nötig um den Begegnungsverkehr zu sichern.

01.09.2012

Steffen Meißner übernimmt die Postfiliale sowie das Schreibwaren- und Geschenkartikelgeschäft in der Großstraße 7, das bisher von Christine Bröse aus Brück geführt wurde.

15.09.2012

Mit einem geselligen Straßenfest wird in der Treuenbrietzener Altstadt der Abschluss der Sanierungsarbeiten in der Breiten Straße und in der Marienkirchstraße gefeiert. Eingeweiht wurde auch der neue Festplatz am Bürgerhaus "Alte Feuerwehr".

05.11.2012

Die Drogerie Pulz aus Niemegk eröffnet eine Filiale in Treuenbrietzen in den Räumlichkeiten Großstraße 77, die zuletzt von der Schlecker- Kette genutzt wurde.

06.12.2012

Die Kita "Anne Frank" wird nach mehrmonatiger Komplettsanierung offiziell wieder eröffnet.

01.01.2013

Andreas Wildgrube eröffnet eine KFZ- Werkstatt in der Großstraße 95/ Neue Marktstraße 2. Er übernimmt den Betrieb von Bernd Block, der die Werkstatt für LKW und Anhänger fast 20 Jahre geführt hatte.

 

Persönlichkeiten mit Verdiensten um die Stadt

Friedrich Heinrich Himmel (Komponist)

Als Sohn eines Brauers und Gastwirtes wurde Friedrich Heinrich Himmel am 20. November 1765 in der Großstraße 68 in Treuenbrietzen geboren. In der Stadt verlebte er seine Kindheit und erhielt Klavier- und Orgelunterricht. Ein Jahr später über nahm er eine Feldpredigerstelle in Potsdam. Durch sein Klavierspiel erregte er dort das Interesse Friedrich Wilhelms II. Dieser schickte ihn zur Ausbildung nach Dresden und anschließend auf eine Studienreise nach Italien. Kantaten, Sonaten, Oratorien, Liederspiele, Singspiele und Opern komponierte er. In Italien erhielt er die Nachricht, dass er zum königlichen Kapellmeister ernannt worden war und kam 1795 nach Potsdam zurück. Friedrich Heinrich Himmel dirigierte und gab Konzerte in Petersburg, Riga, Stockholm, Koenhagen, Hamburg und Wien. 1786 begegnete er öfters Beethoven und lernte 1811 Johann Wolfgang von Goethe bei einem Aufenthalt in Karlsbad kennen. Im Alter von 49 Jahren starb er am 8. Juni 1814 in Berlin. Zu Lebzeiten komponierte er Kantaten, Sonaten, Ovatorien, Liederspiele, Singspiele und Opern. Ihm zu Ehren wurde zu seinem 100. Geburtstag ein Obelisk in den Parkanlagen von Treuenbrietzen errichtet.

Christoph Nichelmann (Komponist)

Als Sohn eines Tuchmachers wurde Christoph Nichelmann am 13. August 1717 in der Neuen-Markt-Straße 1 in Treuenbrietzen geboren. Er lernte in der hiesigen Kirche die Orgel spielen. 1730 ging er als Schüler in die Thomaner-Schule zu Johann Sebastian Bach. In Hamburg studierte er danach bei Keiser, Telemann und Mattheson weiter. Anschließend noch in Berlin bei Quantz und Graun. Während dieser zeit wurden Sonaten und Vokalkompositionen gedruckt und aufgeführt. 1744 ging er nach dem Tod seines Vaters nach Hamburg. Friedrich II. rief ihn nach Berlin zurück, wo er von 1745 bis 1756 zweiter Cembalist der königlichen Kapelle war. Mit Philipp Emanuel Bach musizierte er und setzte sich engagiert für die deutsche Musik ein. Musiklehrer eines Grafens wurde er 1756. Am 20. Juli 1762 starb Christoph Nichelmann arm und vereinsamt in Berlin. Sein musikalisches Werk umfasst 20 Cembalosonaten, 10 Konzerte für Cembalo und Streichquartett, Klavierstücke, 3 Triosonaten, 1 Serenata (kl.Oper), Orchesterwerke, zahlreiche Oden und ein Requiem.

Martin Chemnitz (Theologe)

Als Sohn eines Tuchmachers wurde er am 9. November 1522 in Treuenbrietzen geboren. Seine Kindheit verlebte er in der Stadt und erlernte nach dem Tod seines Vaters bei seinem Bruder den Beruf eines Tuchmachers. Danach ging er auf das Gymnasium nach Magdeburg. In Frankfurt (Oder) und in Wittenberg studierte er anschließend. In Wittenberg lernte er Melanchton kennen.1549 bis 1553 war er Magister der Universität in Königsberg und Hofbibliothekar des Herzogs Albrecht, bevor er wieder nach Wittenberg zurückkehrte. Martin Chemnitz wurde zum Ehrendoktor der protestantischen Theologie ernannt. 1554 ging er nach Braunschweig und wurde dort Generalsuperintendent, Oberpfarrer und Mitglied des Konsistoriums. Seine Hauptaufgabe war die Ausarbeitung der Klosterberger Konkordienformel, die zur Vereinigung der evangelischen Kirchen Sachsens, Brandenburgs und der Pfalz gegen den vordringenden Jesuitenorden führte. Als den zweiten Martin der lutherischen Kirche bezeichneten ihn die Jesuiten. Am 8. April 1586 starb er in Braunschweig und ist dort beigesetzt. Ihm zu Ehren wurde ein Denkmal von der St. Martinikirche in Braunschweig errichtet. 

Carl August Pauckert

In Treuenbrietzen wurde er als Sohn eines Schneidermeisters am 6. Dezember 1814 geboren. Seine Kindheit verlebte Carl August Pauckert in Treuenbrietzen. Er wurde Schreiberlehrling im hiesigen Magistratsbüro. Dem Apotheker Schwertfeger wurde er anschließend empfohlen. In Frankfurt (Oder) machte er seine Gehilfenprüfung und besuchte danach die Universität in Breslau. Er kam nach Treuenbrietzen zurück aufgrund einer schweren Erkrankung seines Lehrmeisters. Nach dessen Tod heiratete Carl August Pauckert 1841 die Tochter des Hauses und übernahm die Adlerapotheke, die sich damals in der Großstraße 17 befand. Er verlegte 1846 die Apotheke in die Großstraße 8. Kurz darauf wurde er Stadtverordneter, Stadtverordnetenvorsteher und Ratsherr. Für seine Heimatstadt Treuenbrietzen gestaltete er die Wallanlagen, deren Baumbepflanzung er größtenteils selber durchführte (heute als Pauckert-Ring bekannt). Die Baumbepflanzung führte er großenteils selber aus. Zudem erforschte er die Flora, besonders um Treuenbrietzen. Er  war hochgeschätztes Mitglied des Botanischen Vereins der Mark Brandenburg. Zum Ehrenbürger ernannte ihn seine Heimatstadt 1880. Carl August Pauckert starb am 28. Juni 1885 in Treuenbrietzen. Ihm zu Ehren wurde am 20. Todestag ein Gedenkstein (im Pauckert-Ring) errichtet.

Johann Tobias Turley (Orgelbauer)

Er wurde am 4. August 1773 in Treuenbrietzen als Sohn eines Ackerbürgers geboren. Das Bäckerhandwerk erlernte er und wurde 1793 Bäckermeister und 1798 selbständiger Bäckermeister. Seine Neigung zur Musik und seine Geschicklichkeit für die Mechanik veranlassten ihn, sich in seiner Freizeit mit der Orgelbaukunst zu beschäftigen. In der Kirche in Brachwitz befindet sich seine erste Orgel, die er 1796 selbst baute. Reparaturen führte er auch aus. 1814 schloss er wegen großen Aufträgen seine Bäckerei und beschäftigte sich ausschließlich mit dem Orgelbau. 1816 erhielt er einen Auftrag von der königlichen Regierung in Potsdam. 1817 baute er seine größte Orgel in Joachimstal in der Uckermark. Er baute insgesamt 20 Orgeln neu und  reparierte 30 Orgeln. Eine Maschine, die die metallenen Pfeifenplatten gleichmäßig walzen und strecken konnte, entwarf und baute er selbst. Johann Tobias Turley starb am 9. April 1829. Sein Handwerk wurde durch seinen nicht minder begabten Sohn Friedrich fortgesetzt.


Kurioses aus der Geschichte der Sabinchenstadt Treuenbrietzen

Das Sabinchenlied

Das Sabinchenlied ist vielen bekannt und gehört zum allgemeinen Gut der StadtSabinchen
Treuenbrietzen - kurz auch "Sabinchenstadt" genannt. Aus diesem Grund werden
jedes Jahr die 10-tägigen Sabinchenfestspiele gefeiert.

 

Die Zeichnungen zur Moritat stellte uns freundlicher Weise der Autor Herr Harry Prüfert zur Verfügung.

 

Hörprobe Sabinchenlied Treuenbrietzen

 

Das Sabinchenlied zum Mitsingen:

 

Das Sabinchenlied

 

Sabinchenlied

 

 

 

 

 

 

Sein Geld hat er versoffen,
in Branntwein und in Bier.
Da kam er zu Sabinchen geloffen
und wollte welches von ihr.

Sie konnte ihm keines geben,
drum stahl sie auf der Stell,
von ihrer sauberen Dienstherrschaft,
zwei silberne Blechlöffel.

Sabinchenlied 2

 

 

 

 

 

 

Sabinchenlied 3

 

 

 

 

 

 

Doch schon nach sieben Wochen,
da kam der Diebstahl raus.
Da warf man das Sabinchen
mit Schande aus dem Haus.

Sie klagt's ihm mit Gewissensbissen,
ihr ist das Herz so schwer.
Doch jetzt will nichts mehr von ihr wissen
der Treuenbrietzener.

Sabinchenlied 4

Sabinchenlied 5

 

 

 

 

 

 

 

O, Du verfluchter Schuster,
Du rabenschwarzer Hund!
Da nimmt er gleich sein Rasiermesser
und schneidet ihr ab den Schlund.

Das Blut himmelaufwärts spritzte,
Sabinchen sank um und um.
Der treulose Schuster aus Treuenbrietzen,
der stand um sie herum.

Sabinchenlied 6

Sabinchenlied 7

 

 

 

 

 

 

In einem düst'ren Keller;
bei Wasser und bei Brot,
da hat er endlich eingestanden
die schaurige Moritot.

Am Galgen ward der Treuenbrietzener
gehängt durch einen Strick.
Dazu hat ihn gebracht die Untreu
und auch die falsche Tück.

Sabinchenlied 8

Sabinchenlied 9

 

 

 

 

 

 

 

Und die Moral von der Geschicht:
Trau' keinem Schuster nicht!
Denn der Krug geht so lange zu Wasser,
bis ihm der Henkel abbricht.

Die Zeichnungen zur Moritat stellte uns freundlicher Weise der Autor Herr Harry Prüfert zur Verfügung.

Notgeld der Stadt Treuenbrietzen

6 Notgeldscheine aus dem Jahr 1921 können an dieser Stelle präsentiert werden.
Diese Geldscheine ziert jeweils die gleiche Vorderseite und sie besitzen alle den aufgedrucken Geldwert von 50 Pfennig.

Jede Rückseite ist mit einem kleinen roten Buchstaben (A - F) gekennzeichnet.
Interessanterweise ist an den Stellen, wo für das Wort "Pfennig" nicht ausreichend Platz bestand, die Schreibweise in "Pfenig" geändert, wobei das "n" einen Querstrich oberhalb trägt.

Der Ausgabetermin der Geldscheine war im Juli 1921.

 

Notgeldschein aus dem Jahr 1921: Die Vorderseite mit der Aufschrift:  Notgeld der Stadt Treuenbrietzen

Die Vorderseite mit der Aufschrift: Notgeld der Stadt Treuenbrietzen
Dieser Gutschein wird von den Stadtkassen in Zahlung genommen
Er verliert seine Gültigkeit 1 Monat nach erfolgter Bekantmachung
Ausgegeben im Juli 1921
Der Magistrat


 

A - Rückseite mit der Aufschrift:
Vor der Marienkirche
Luther predigt unter der Lutherlinde

Notgeldschein aus dem Jahr 1921: A - Rückseite mit der Aufschrift:  Vor der Marienkirche Luther predigt unter der Lutherlinde


Notgeldschein aus dem Jahr 1921: B - Rückseite mit der Aufschrift: Dies ist die Stadt, die verdient, dass sie Treuenbrietzen genannt wird, denn in den Zeiten des Krieges blieb sie den Fürsten getreu.

B - Rückseite mit der Aufschrift:
HÆC URBS PROMERRUIT, QUÆ BRIETZIA FIDA VOCETUR, PRINCIPIBUS BELLI TEMPORE FIDA FUIT.
Dies ist die Stadt, die verdient, dass sie Treuenbrietzen genannt wird, denn in den Zeiten des Krieges blieb sie den Fürsten getreu.


C - Rückseite mit der Aufschrift (li,re,mitte):

Komponist    Fr. Heinr. Himmel
Kanzler        Johannes Weinlob
Reformator   D. Martin Chemnitz

Notgeldschein aus dem Jahr 1921: C - Rückseite mit der Aufschrift (li,re,mitte):  Komponist    Fr. Heinr. Himmel  Kanzler        Johannes Weinlob  Reformator   D. Martin Chemnitz


Notgeldschein aus dem Jahr 1921: D - Rückseite mit der Aufschrift:  Kurfürst Ludwig I.(Bayer) verleiht an die Treuenbrietzener Bürgerschaft Landbesitz

D - Rückseite mit der Aufschrift:

Kurfürst Ludwig I.(Bayer) verleiht an die Treuenbrietzener Bürgerschaft Landbesitz


E - Rückseite mit der Aufschrift:

Der falsche Waldemar sucht sich der Stadt Treuenbrietzen zu bemächtigen, und wird vor den Toren abgewiesen.

Notgeldschein aus dem Jahr 1921: E - Rückseite mit der Aufschrift:  Der falsche Waldemar sucht sich der Stadt Treuenbrietzen zu bemächtigen, und wird vor den Toren abgewiesen.


Notgeldschein aus dem Jahr 1921: F - Rückseite mit der Aufschrift: Mutter Gottes v. Treuenbrietzen

F - Rückseite mit der Aufschrift:

Mutter Gottes v. Treuenbrietzen

Der Tanzmaitre von Treuenbrietzen

 

Der Tanzmaitre von Treuenbrietzen

 

Folgendes Lied ist auf dieser Postkarte aus dem Jahre 1954 zu lesen:

 

Neuester Gassenhauer!

Von Hause aus bin ick blos Schuster,
Besohle Herrn- und Damenschuh'
Doch hab' ich nebenbei 'nen Posten
Und dieser lässt mir keine Ruh'
In Treuenbrietzens fernen Gauen
Bin in der Woche ich zweimal,
Ich leire Contre und Quadrille
Dort in dem grössten Tanzlokal;
Ich werf' den Knieriem' in die Ecke
Wenn meine Pflicht als Maitre winkt,
Und wie ein Schmetterling verwandelt
Fahr' hin ich wo man tanzt und singt
Und voller Jubel ruf' ich aus:
Jetzt geht es los, jetzt fahr' ich 'raus!
Nach Treuenbrietzen, nach Treuenbrietzen,
Wo ich Vergnügungsmaitre bin,
Nach Treuenbrietzen, nach Treuenbrietzen,
Zieht's mich mit tausend Fasern hin;
Tanz' ich 'nen Walzer, leit' ich Quadrille,
Geht mir nur Eines durch den Sinn,
Mein Paradies ist Treuenbrietzen,
Wo ich Vergnügungsmaitre bin!

 

Ein Spaziergang mit Sabinchen

Ein Spaziergang mit Sabinchen

SabinchenAls Sabinchen aus der "Moritat" bekannt, ist mein Platz auf dem Brunnen mitten in unserem Städtchen. Ich möchte Sie zu einem kleinen Rundgang einladen um Sie auf einige Sehenswürdigkeiten aufmerksam zu machen.


Hier stehe ich vor dem Treuenbrietzener Rathaus, dass der heutige Sitz der Verwaltung ist. Hinter dem Rathaus befinden sich die Hakenbuden auf einer Verkehrsinsel. Als nächstes gehen Sie am besten über die Bäckerstraße und biegen in der Neuen Marktstraße ein. Gleich im Haus Nr. 1 wurde der Komponist Christoph Nichelmann 1717 geboren. An der 1220 erbauten Nikolaikirche biegen Sie nun nach rechts in die Kietzstraße und gehen bis zum Schwanenteich mit der Badeanstalt. Unter den Bäumen der Parkanlage vor der Badeanstalt steht ein Denkmal für den Komponisten und Hofkapellmeiste Friedrich Heinrich Himmel, der 1765 in Treuenbrietzen geboren wurde und später der Klavierlehrer der Königin Luise war. Zu einer der schönsten Kriegergedenkstätten der Mark Brandenburg kommen Sie, wenn Sie ein paar Schritte weitergehen. Gehen Sie links durch das Tor der Gedenkstätte und über die Nieplitz und Sie befinden sich auf dem Pauckert-Weg, mit seinem Gedenkstein. Dieser 1814 geborene Mann war Apotheker und Biologe. Carl August Pauckert erforschte die Flora von Treuenbrietzen und schuf diese Anlage 1857 zum größten Teil eigenhändig.


Über die Bäckerstraße gehen Sie nun entlang bis zum Ende der Parkanlage. Rechts sehen Sie dann auf den historischen Boden die 1994 in Betrieb genommene Senioren-Wohnpark-Anlage, die mit ihren Ein- und Zweibettzimmern alten Menschen noch ein schönen Lebensabend bietet. Nun biegen Sie links in die Marienkirchstraße ein. Vor sich sehen Sie die ebenfalls 1220 erbaute Marienkirche, deren Turm aber erst im 15. Jahrhundert fertiggestellt wurde. Im Vordergrund – mit einer Maurer umgeben – das ehemalige Zeughaus aus der Zeit als Treuenbrietzen noch Garnisions- und Grenzstadt zu Sachsen war. Rechts befindet sich die Geschwister-Scholl-Schule, die 1803 bis 1805 erbaut wurde. Vor der Marienkirche steht eine Linde. Es ist diejenige Linde unter der Luther in Treuenbrietzen gepredigt haben soll. Etwa in Höhe der Ampelanlage steht ein Gedenkstein für Martin Chemnitz, der 1522 in Treuenbrietzen geboren wurde. Er hat zur Durchsetzung der Reformation beigetragen.


Wenn Sie die Straße überqueren gehen Sie nun an einem Rest der Stadtmauer entlang durch die Lindenallee. Gleich rechts gibt es einen Jugendclub und dahinter eine Turnhalle. Aber Sie biegen links in die Gartenstraße ein, die dann in die neuen Parkanlagen einmündet. Der 1993 erst renovierte Wasserturm grüßt Sie von der linken Seite.


Nun kommen Sie am Pulverturm vorbei. Unten fließt der Schanzgraben, aus den eingeebneten Wällen wurden Gärten. Am Ende der Anlagen wurde 1872 ein Krankenhaus errichtet, das aber mit dem Bau der Krankenanstalten in Treuenbrietzen-Süd aufgelöst wurde und nun zu Wohnzwecken diente. Gleich daneben befand sich das alte Krankenhaus, das dann als Obdachlosenasyl bzw. Armenhaus diente. Der besterhaltene Teil der Stadtmauer schließt sich nun bis zur Großstraße an. Das Heimatmuseum, auch Heilig-Geist-Kapelle genannt, ist links zu sehen. Es ist ganzjährig vielfältig nutzbar.


Hier ist nun unser kleiner Spaziergang zu Ende. Wir haben noch so viele schöne Fleckchen und Wandermöglichkeiten, die Sie unbedingt sehen sollten.

Darum rufe ich Ihnen ein herzliches "Auf Wiedersehen" zu.

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